Im letzten halben Jahr vor Beginn der Schulzeit bekommen die Vorschulkinder bestimmte Aufgaben und Arbeiten.
Die Vorschularbeiten bestehen aus zwei Teilen:
- das Weben von zwei Arbeiten auf zwei verschiedene Arten
- die Anfertigung einer Holzarbeit
Bei den Vorschularbeiten sollen Fähigkeiten geübt werden, die in der Schule notwendig sind. Es kommt dabei nicht auf intellektuelle Themen an, sondern um grundlegende Fähigkeiten.
Dazu gehören:
- Konzentrationsfähigkeit auf eine Arbeit ( sich nicht vom umliegenden Geschehen ablenken zu lassen)
- Ausdauer und die Fähigkeit, eine Sache bis zu Ende zu machen
- auf ein Ziel hinzuarbeiten
Auch im täglichen Tun bekommen die Vorschulkinder feste Aufgaben. Damit üben die Kinder, Verantwortung zu übernehmen. Diese Aufgaben sind ganz unterschiedlicher Art, wie das Aufräumen der Gummistiefel oder das Gießen der Blumen, das Stellen und Zählen der Stühle für den Stuhlkreis, etc.
Da Kinder im Vorschulalter einen anderen Anspruch haben, was Geschichten betrifft, wird im letzten halben Jahr ein zweiter Stuhlkreis für die Vorschulkinder gemacht. Die leichten, kurzen Geschichten, die mit den jüngeren Kindern erzählt werden, sind für die Großen nicht mehr geeignet. Im Vorschulalter können die Kinder Fortsetzungsgeschichten hören, da bei ihnen nun die Erinnerungsfähigkeit so weit ausgebildet ist, daß sie die Zusammenhänge des am Vortag Erzählten herstellen können. In diesem Stuhlkreis werden auch Spiele gemacht ( z.B. Laut- Erkennungs-Spiele), die nur für die älteren Kinder geeignet sind.
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