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Praktische Arbeit / Tagesablauf
Tagesablauf
Die Kinder werden morgens in den Kindergarten gebracht. Sie betreten einen vorbereiteten Raum, die Lichter in den Spielhäusern sind eingeschaltet, die Arbeiten der Erzieher sind vorbereitet, der Maltisch ist gedeckt. Sogleich haben sie viele Möglichkeiten des Tätigwerdens. Sie setzen sich an den Maltisch, helfen dem Erzieher oder beginnen gleich ein Spiel. Vor allem jüngere Kinder setzen sich zu Beginn an den Maltisch oder suchen die Nähe zum Erzieher. Oft wollen sie auf dem Schoß des Erziehers sitzen, was ihnen das Ankommen im Kindergarten erleichtert. Ältere Kinder dagegen kommen oft mit einer Idee herein, die sie gleich in die Tat umsetzen. Sie beginnen, mit den Materialien, die im Gruppenraum sind, zu spielen. In diesem ersten Freispiel bauen, spielen und malen die Kinder, bereiten mit uns das Frühstück zu oder helfen bei anderen hauswirtschaftlichen oder handwerklichen Arbeiten. Danach beginnt das Aufräumen. Zunächst wird es von den Erziehern angekündigt. Sie beginnen, ihre eigene Arbeit wegzuräumen. Dann deckt ein Erzieher die Frühstückstische, wobei ihm manchmal Kinder helfen. Wir frühstücken gemeinsam, jedoch auf zwei Räumen verteilt. Die übrigen Erzieher beginnen mit den Kinder das Aufräumen. Jedes Kind macht das seinem Alter entsprechend. Die Jüngeren bekommen leichtere Aufgaben, die älteren umfangreichere Tätigkeiten. Nach dem Aufräumen finden sich alle auf dem großen Teppich im Gruppenraum ein. Ein Erzieher erzählt eine kleine Geschichte und singt mit den Kindern Lieder. Die Kinder kommen so zur Ruhe.Anschließend gehen alle Kinder gemeinsam zum Händewaschen und setzen sich dann gemeinsam in die Garderobe. Dort machen wir gemeinsam ein Fingerspiel. Dann bekommt jedes Kind ein Öltröpfchen in die Hände, welches wir dann verreiben. Dies pflegt unsere Hände und der Duft dieses Öltröpfchens regt unsere Sinne an. Nach einem kleinen Kreisspiel gehen wir zum Reigen hinunter. Der Reigen ist immer der Jahreszeit angepaßt. Er spiegelt wider, was gerade in der Zeit aktuell ist. Beispielsweise verstecken an Ostern die Hasen die Ostereier oder an Weihnachten gehen die Hirten zur Krippe. Ein Reigen ist eine Zusammenstellung von Liedern und Texten, die zusammengefasst, in einer Geschichte, mit Bewegungen umgesetzt wird. Je nachdem, wie die Altersstruktur der Gruppe ist, teilen wir die Gruppe auf, wobei die jüngeren Kinder einen kürzeren, einfacheren Reigen machen und die älteren einen etwas anspruchsvolleren. Die Teilung der Gruppe ist dabei notwendig, da jüngere Kinder andere und leichtere Bewegungsabläufe ausüben können, als ältere Kinder.
Nach dem Reigen gehen wir zum Frühstück. Das gemeinsame Frühstück ist uns sehr wichtig. Die Kinder nehmen sich gegenseitig wahr, sie hören sich zu und können selbst erzählen. Das Frühstück wird von einem Erzieher in die Schüsseln gefüllt und ein Kind bringt diese dann zu den Kindern. Ein Kind hat die Aufgabe, die Becher mit dem Tee zu verteilen. Diese Aufgaben werden von den älteren Kindern ausgeführt. Bevor wir mit dem Essen beginnen, sprechen wir ein Tischgebet und wünschen uns, indem wir uns an den Händen halten, einen guten Appetit. Nach dem Essen danken wir gemeinsam und dann gehen wir in die Garderobe, wo wir uns anziehen, um in den Garten zu gehen.
Wir gehen jeden Tag hinaus. Für den Fall, dass es einmal regnet, hat jedes Kind eine Regenhose und jacke im Kindergarten, welche sie über ihre Kleidung anziehen. Auch eine Kopfbedeckung haben die Kinder immer an, im Sommer Kappen, im Winter Mützen. Freitags machen wir immer einen Spaziergang, der uns entweder hinaus auf die Felder führt oder aber durch das Dorf, wo es einen Spielplatz gibt. Die Dauer dieses zweiten Freispiels beträgt im Durchschnitt 1,5 Stunden. Im Garten haben die Kinder viele verschiedene Materialien, mit denen sie sich beschäftigen können, Töpfe, Schaufeln, Rechen, Besen, Bretter, Holzklötze, Schubkarren, etc.. Die Erzieher üben draußen Gartenarbeiten aus, bei denen ihnen die Kinder auch helfen können.
Nach dieser zweiten Freispielzeit räumen wir nach Ankündigung gemeinsam auf und sammeln uns anschließend auf den Bänken, die beim Haus stehen. Die Kinder können sich etwas ausruhen, während wir Lieder singen oder kleine Spiele machen. Anschließend gehen wir hinein, wo die Stuhlkreise stattfinden.
Nachdem sich die Kinder umgezogen und die Hände gewaschen haben, gehen sie hinunter in die Gruppenräume, wo bereits der Stuhlkreis vorbereitet ist. Wenn die Kinder im Stuhlkreis sitzen, wird eine Kerze, die auf einem kleinen Tisch in der Mitte steht, angezündet. Dabei sagen wir einen Spruch. Wir singen ein Eingangslied und dann erzählen wir die Geschichte. Bei der Geschichte zu Beginn des Kindergartenjahres handelt es sich um ein kurzes, rhythmisches Märchen, das oft von einem Schoßspiel begleitet wird. Ein Schoßspiel ist wie ein kleines Puppentheater, das mit wenigen Mitteln auf dem Schoß des Erziehers gespielt wird. Im Laufe der Zeit werden die Geschichten mit dem zunehmendem Alter der Kinder länger. Im letzten halben Jahr vor der Schule bekommen die Vorschulkinder einen eigenen Stuhlkreis. Dort lesen wir ein Buch mit einer fortlaufenden Geschichte. Kinder im Vorschulalter haben die Fähigkeit, sich an das am Vortag Erzählte zu erinnern und das Neuerzählte damit zu verbinden. Die Geschichte ist, dem Alter entsprechend, schon anspruchsvoller als die Stuhlkreismärchen, welche die anderen Kinder erzählt bekommen. Am Ende der Geschichte singen wir das Schutzengel- Lied und löschen die Kerze.
Die Kinder, die über Mittag im Kindergarten bleiben, essen mit einem Erzieher das Mittagessen.
In der Zeit von 13:45 - 14:00 Uhr Werden die Kinder abgeholt.
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Montags kommt die Eurythmistin in den Kindergarten, um mit den Kindern nach dem ersten Freispiel die Eurythmie zu machen. An diesem Tag beenden wir das Freispiel bereits um 8.30 Uhr. Die Eurythmie beginnt um 8.45 Uhr und dauert etwa eine dreiviertel Stunde.
Mittwochs malen wir im ersten Freispiel mit Wasserfarben nach der Aquarelltechnik. Jedes Kind malt, wenn es herein kommt in den Gruppenraum, ein Bild. Freitags malen wir statt des Stuhlkreises mir Wachsmalblöcken, wobei wir in der Zusammenstellung, wie wir auch beim Frühstück sitzen, zusammen kommen. Das gemeinsame Malen in ruhiger Atmosphäre schließt die Woche ab. Es dient als Ausklang.
weiter…

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