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Praktische Arbeit / Märchen
Märchen
Märchen sind ein wichtiger Teil unserer pädagogischen Arbeit. Sie stärken die Phantasie, das Gedächtnis, das Gehör und den Willen. Kinder lernen das Zuhören und das Verstehen. Dies sind nur einige der Dinge, die durch das Märchen gefördert und gestärkt werden. Wichtig ist uns dabei, dass Märchen erzählt statt vorgelesen werden. Wenn ich ein Märchen frei erzähle, bin ich den Kindern näher, kann ihre Reaktionen sehen und mein Erzähltempo dem anpassen. Lese ich hingegen aus Büchern im Stuhlkreis vor, dann ist dieses Buch wie eine Grenze und meine Stimme und Aufmerksamkeit sind nicht mehr da, wo sie sein sollten: Bei den Kindern. Märchen, die wir im Stuhlkreis erzählen, sind immer dem Alter der Kinder angepasst. Während man zu Beginn des Kindergartenjahres den Kleinen recht kleine, rhythmische Geschichtchen mit vielen Wiederholungen erzählt, so sind die Geschichten gegen Ende des Jahres schon länger. Die jüngeren Kinder haben noch nicht dass Durchhaltevermögen und die Konzentrationsfähigkeit, einer langen Geschichte folgen zu können. Ältere dagegen langweilen sich schnell bei einfachen, kurzen Geschichten. Ist der Altersunterschied in der Gruppe dementsprechend, so teilen wir gleich diese Gruppe in zwei Stuhlkreise: einen für die älteren, einen für die Kleinen. Oft begleiten wir die Geschichten auch in Form eines Puppenspieles oder eines Schoßspieles. Die Vorschulkinder wiederum bekommen in ihrem letzten halben Jahr einen gesonderten Kreis. Dort lesen wir eine fortlaufende Geschichte, also eine, die sich immer weiter fortsetzt. Kinder im Vorschulalter haben schon die Fähigkeit, sich daran zu erinnern, was am Tag oder auch länger davor in der Geschichte passiert ist.
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